Unsere Kandidierenden für Gemeindevertretung Glienicke/Nordbahn


Unsere Kandidierenden für den Kreistag

Barbara Neeb-Bruckner (Listenplatz 7, Wahlkreis 4)

"Politische Entscheidungen sollen transparent und fair sein. Bedürfnisse der Kommunen müssen im Kreis ankommen. Dafür setze ich mich ein. In Glienicke/Nordbahn und Nachbarkommunen. Umweltfreundliche und gesunde Mobilität, die unsere Berliner Nachbarn mit einbezieht, bilden meinen Schwerpunkt."

 

Petra Helga Bajorat-Kollegger (Listenplatz 9, Wahlkreis 4)

Petra Helga Bajorat-Kollegger   


Mit Leib und Seele seit vielen Jahren Hausärztin mit Therapiebegleithund.

Ein großes Anliegen ist mir, den hohen Grünanteil mit Bäumen, Wiesen und Mooren in Oberhavel zu erhalten. Eine intakte Umwelt ist Voraussetzung für gesundes Aufwachsen, Leben und Altwerden. Gutes bewahren, bedeutet aber nicht, Fortschritt zu verhindern. Eine moderne Bildungsinfrastruktur und digitale Möglichkeiten der Verwaltung zu nutzen aber bürgernah zu bleiben, halte ich für wichtig.

Das Thema „Mobilität“ muss über die Grenzen hinaus behandelt werden.

Ich möchte mich für ökonomisch sinnvolle und ökologisch nachhaltige Entscheidungen einsetzen. Soziale Gerechtigkeit sollte die Basis bei allem sein.

 


 

Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 09.06.2024

Für ein gutes Klima in Glienicke/Nordbahn

Natur erhalten

Unsere Grünflächen müssen geschützt und an die klimatischen Veränderungen angepasst werden. Daher ist das Grünflächenkonzept und der Grünflächenpflegeplan weiterzuentwickeln. Bäume sind die grüne Lunge und Kälteinseln in heißen Jahreszeiten. Sie sollten daher gepflegt und nicht gefällt werden. Wenn eine Fällung unbedingt erforderlich ist, sind Ersatzpflanzungen vorzunehmen und nachzuverfolgen. Hier muss die Gemeinde gegenüber den Bürgern eine Vorbildfunktion einnehmen.

Glienicke auf den Klimawandel vorbereiten

Heiße und trockene Sommer haben ebenso zugenommen wie Starkregenereignisse. Daher sollten die klimaorientierten Maßnahmen nach dem Vorbild der sogenannten “Schwammstadt” weiterentwickelt werden. Dieses Konzept sieht vor, Regen- und Oberflächenwasser nicht einfach nur ablaufen zu lassen, sondern aufzunehmen und zu speichern. Damit bestünde die Möglichkeit, es anschließend für ein Stadtökosystem zu nutzen.

Glienicke grenzt an zwei Naturschutzgebiete, das Kindelfließ/Springluch und die Eichwerder Moorwiesen. Beide stellen wichtige Feuchtgebiete dar und ein wesentliches Reservoir, um Wasser für die Trockenperioden im Sommer zurückzuhalten. Dies sorgt für wichtige Kühlungseffekte, ganz abgesehen vom Freizeit- und Erholungswert. Daher ist es wichtig, zukünftig das Wasser nicht über Gräben abzuleiten, sondern entsprechend aufzustauen und zu bevorraten.

Ortstypischen Charakter bewahren

Der naturtypische Charakter unserer Gemeinde sollte bewahrt bleiben. Dazu gehört, dass sich die Gebäude harmonisch in den Siedlungscharakter von Glienicke einfügen. Weitere Mammutbauten sind zu verhindern. Die Gemeinde darf ihre Interessen nicht den Interessen der Investoren unterordnen. 

Mobilität umweltfreundlich gestalten

Verkehrskonzepte der Zukunft verbinden die Bedürfnisse von Umwelt und Naturschutz mit jenen aller Verkehrsteilnehmer. Für ein funktionierendes Nahverkehrssystem braucht es eine interkommunale Zusammenarbeit, auch mit Berlin. Daher sollte das vorhandene Interkommunale Verkehrskonzept Grundlage für die Kommunalpolitik der Gemeinde sein. Die Radverkehrsrouten von regionaler und überregionaler Bedeutung müssen ausgebaut und gut vernetzt werden. Hierzu gehört der Ausbau der Leipziger Straße zur Fahrradstraße mit Anlieger frei im Anschluss zum bereits ausgebauten Edelhofdamm in Berlin. Hierzu gehört auch der Ausbau des Waldweges entlang der B 96 nach Hohen Neuendorf zu einem beleuteten Fahrradweg.

Will man die Bürger dazu bewegen, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen, muss man gute Alternativen zum Auto schaffen. Daher setzen wir uns neben der Verbesserung der Radwege auch für den Ausbau des Angebotes des öffentlichen Nahverkehrs ein, besonders zu den S-Bahnhöfen Frohnau und Hermsdorf.

Wir wollen erreichen, dass Wohngebiete verkehrsberuhigt werden und mit angemessenen Maßnahmen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessert wird. Auch aus diesem Grund fordern wir Tempo 30 auf allen innergemeindlichen Straßen. Bei der Planung von verkehrstechnischen Maßnahmen müssen die Anlieger von Beginn an beteiligt werden. Hierbei sind neben den Anwohnerinteressen immer auch die Erfordernisse einer angepassten Regenentwässerung zu berücksichtigen.

Klimafreundliche Energie ausbauen

Die Energiewende ist eine klimapolitische- und ökonomische Notwendigkeit, deren Gelingen nur dann möglich wird, wenn die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit bereit ist, daran mitzuarbeiten. Den Kommunen fällt dabei eine wichtige Aufgabe zu: Beratung, Aufklärung und Vorbildfunktion.

Um zu beraten, sollte eine unabhängige Energiesprechstunde mit geeigneten Fachleuten, eventuell der Klimamanagerin, eingerichtet werden. Die Stelle der Klimamanagerin ist zu entfristen. Sämtliche geeigneten Dachflächen der Gemeinde sind umfänglich mit PV-Anlagen mit entsprechenden Stromspeichern, auch im Sinne des Blackoutkonzepts, auszustatten. Das Förderangebot für kleine Photovoltaik-Anlagen sollte bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Chancen für Kinder und Jugendliche verbessern

Wir setzen uns für eine moderne und nachfragegerechte Bildungsinfrastruktur ein, die im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde weiter verbessert werden sollte. Die Wünsche der Kinder und Eltern vom Kindergarten bis zu den weiterführenden, ortsnahen Schulen müssen verstärkt berücksichtigt werden.  

Neben dem Bildungsauftrag soll in allen Bildungseinrichtungen ein harmonisches Miteinander (vor-)gelebt werden. Wir setzen uns daher ein für eine gute Personalausstattung und die Förderung sozialer Projekte, insbesondere zur Konfliktvermeidung.  

Außerschulische Bildungsangebote am Nachmittag, zum Beispiel in den Bereichen Kunst, Musik und Theater im Rahmen einer Volkshochschule sollen gestärkt werden. Die Förderung der Sportvereine sind weiter als bedeutender Schwerpunkt zu betrachten.

Glienicke für Senioren lebenswert machen

Barrierefreie Wege, Zebrastreifen und Bedarfsampeln sind wichtige Voraussetzungen, damit auch  Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Alle Wege sind daraufhin zu prüfen, ob Gehbehinderte sie problemlos nutzen können. Begegnungsmöglichkeiten für Senioren sind zu verbessern und zu erweitern. Auch diejenigen, die keine elektronischen Medien nutzen, müssen über die Angebote informiert werden. Hier hat der Glienicker Kurier eine wichtige Funktion. Ihn gilt es unbedingt zu erhalten.  

Digitalisierungspotenziale in der Verwaltung nutzen

Die digitalen Möglichkeiten, auch im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz, werden immer besser. Gleichzeitig stehen immer weniger Fachkräfte für die Verwaltungsabläufe zur Verfügung. Daher setzen wir uns für den weiteren Ausbau der Digitalisierung in der Gemeindeverwaltung ein, insbesondere für die digitale Kommunikation mit den Bürgern, um Bürokratiekosten zu senken, die Mitarbeiter zu entlasten und die Verwaltung für neue Mitarbeiter attraktiv zu machen.

Weltoffenheit in Glienicke stärken

Wir stehen für ein weltoffenes Glienicke, bei dem Alter, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht oder Beruf eines Menschen keine Rolle spielen. Für eine pluralistische und tolerante Gesellschaft spielt das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger des Ortes eine wesentliche Rolle, insbesondere bei der Integration ausländischer Mitbürger. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, das Ehrenamt zu unterstützen und zu fördern.

Politischen Debatten mit Vernunft und Realitätssinn führen

Wir stehen für eine sachliche und zielorientierte Debattenkultur. Bei Meinungsverschiedenheiten streben wir vernünftige Kompromisse an. Damit möglichst viele Bürger sich mit den Entscheidungen identifizieren können, müssen diese transparent und nachvollziehbar sein.

Wir wünschen uns ein gutes Klima für alle Einwohner in Glienicke

April 2024