Lehnitzer Wald gerettet - Bürgerproteste setzen sich durch

Die geplante Rodung von 4 ha Waldfläche hinter der Schule in Lehnitz wird nicht stattfinden. Nachdem insgesamt 840 Bürgerinnen und Bürger sich gegen die Ausweisung eines neuen Wohngebietes ausgesprochen hatten, hat nun auch die Stadtverwaltung von dem Projekt Abstand genommen. Neben den Lehnitzern hatte sich auch die Landesplanung und die Forst gegen das Projekt ausgesprochen. Im neuen Entwurf des Flächennutzungsplanes ist es nicht mehr enthalten.

"Der Vorgang zeigt", so der Lehnitzer Stadtverordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Heiner Klemp, "dass die Meinung der Bürger Gewicht hat, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Form vorgebracht wird." Wäre der Flächennutzungsplan mit dem Baugebiet erst beschlossen gewesen, so wäre es in nachfolgenden Verfahrensschritten sehr schwer gewesen, gegen die Rodungen vorzugehen. Lehnitzer Bürger hatten in einer Unterschriftensammlung allein 791 Unterschriften zusammengetragen.

Klemp selbst war in der Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr mit dem Antrag gescheitert, das Projekt aus dem Plan zu kippen. Der Antrag wurde damals mit Stimmengleichheit abgelehnt. Nun ist er zufrieden: "Einmal mehr ist bewiesen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren. Die Demokratie hat funktioniert."

789 Unterschriften für den Wald

Pünktlich zum Ende der Auslegungsfrist des Flächennutzungsplanentwurfes haben die Initiatoren der Unterschriftensammlung in Lehnitz die Einwendungen gesammelt an die Stadtverwaltung übergeben. Die Unterzeichner wenden sich dagegen, dass fast 5 ha Waldfläche hinter der Lehnitzer Schule in Wohnbaufläche umgewandelt, also gerodet werden soll.

Timo Herold, Initiator der Unterschriftensammlung, freute sich über die hohe Beteiligung der Lehnitzer: "Damit ist dokumentiert, dass die übergroße Mehrheit der Lehnitzer ihren Wald behalten will. Fast 800 Unterschriften sind für einen Ortsteil wie Lehnitz ein deutliches Signal, zumal wir nur eine gute Woche lang gesammelt haben."

Steffen Materne, Sachgebietsleiter Vorbereitende Bauleitplanung, nahm die Unterschriften entgegen und erläuterte das weitere Verfahren bis zum endgültigen Beschluss des Planes. Danach werden die Einwendungen zunächst von der Verwaltung und den Planern zusammen mit den diesbezüglichen Stellungnahmen der Forstbehörde und der Landesplanung ausgewertet und anschließend mit einer Empfehlung den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. Er warb um Verständnis, dass das Verfahren noch einige Monate laufen wird, bis die mehreren Hundert Einwendungen zum Gesamtplan entsprechend aufbereitet sind.

Rodung von 4 ha Wald in Lehnitz unnötig!

Der Ortsbeirat in Lehnitz fordert die Umwandlung von gut 4 ha Waldfläche in Wohnungsbaufläche, im Klartext also die Rodung!

Bündnis 90/Die Grünen meinen, dass das Potenzial von 200 bis 250 Wohneinheiten, die der Flächennutzungsplan auch ohne zusätzliche Rodungen für den Orttsteil Lehnitz nachweist, als Entwicklungsmöglichkeiten für den attraktiven Ortsteil ausreichen.

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Biberfarm muss Naturschutzgebiet werden

Presseerklärung vom 20.09.2006:

Bündnis 90 / Die Grünen begrüßen die Entscheidung des Bauausschusses, die Havelinsel in Sachsenhausen (ehemalige Nutriafarm) nicht als Baugebiet auszuweisen. Damit hat der Ausschuss Geschäftsinteressen Einzelner widerstanden und sich klar für den Erhalt wertvoller Naturräume ausgesprochen.

Natürlich kann uns der gegenwärtige Zustand der Insel nicht zufrieden stellen, auch wenn es sich dabei hauptsächlich um ein optisches Problem handelt. Die Stadt sollte daher den nächsten Schritt gehen und eine Erweiterung des angrenzenden FFH-Naturschutzgebietes um die Havelinsel anstreben.

Nur wenn dem potenziellen Investor, der ja als Eigentümer die Zustände auf der Insel zu verantworten hat, eindeutig signalisiert wird, dass eine Bebauung langfristig ausgeschlossen ist, wird dieser sich einer Sanierung und Renaturierung der Insel nicht weiter verschließen. Am Geld werden derartige Maßnahmen jedenfalls nicht scheitern: Im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen anderer Projekte waren und sind Mittel verfügbar, um eine Verbesserung der ökologischen Situation zu finanzieren.

Zu behaupten, eine Bebauung würde ökologische Vorteile bringen, ist absurd.

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