S-Bahn- Velten

17.01.11 von Gerhard Bauermeister

Die S-Bahn bis nach Velten ist keine wirkliche Alternative für die Region . 

Die deutsche Bahn wird aus Kostengründen KEINEN teuren Misch- bzw. Parallelverkehr (in

Velten und anderswo, wie z.B. in Falkensee) zulassen, zumal noch nicht einmal feststeht, wer der neue „Verkehrsträger“ (privater Betreiber, DB-Regio selbst?) der Linie Wittenberge/

Kremmen/Hennigsdorf/Berlin-Gesundbrunnen(?) sein wird.

(Die Linie RE6+RB55 wird wahrscheinlich im Sommer 2011 ausgeschrieben). 

Trotz NKU (Nutzen- und Kosten-Untersuchung) steht eindeutig fest, dass die Unterhaltung eines S-Bahn-Trassen-Kilometers doppelt so teuer ist, wie der von RB+RE (Prof. Uwe Höft-

Techn. Fachhochschule Brandenburg). 

Freizeit- und Kultur-Angebote „hin und her“ (die sicherlich sehr schön sein mögen) – aber das ist doch für die Umlandgemeinden, wie Oberkrämer, Havelland, die Städte Neuruppin,

Fehrbellin (Bus-Zubringer zum Bahnhof Kremmen) und Kremmen, nicht der wichtigste Punkt

(von nachrangigem Interesse!), deshalb nach Berlin zu fahren, nein – hier geht es primär für die vielen Berufspendler, Schüler und Studenten aus den vorgenannten Regionen, um eine super-schnelle und direkte Durchbindung von Regionalbahn/-Expresszügen nach Berlin, weil die Regionalbahnen – im Gegensatz zur S-Bahn – wesentlich schneller, billiger und zuver-

lässiger („anhaltende S-Bahn-Problematik“ – leider auch in den nächsten Jahren) sind. 

Wie von einigen Lesern des OR GENERALS und Regional-Politikern (unisono fast aller Parteien aus Neuruppin und Kremmen) mehrfach vorgeschlagen, müssten die Züge RE6+RB55 über die S-Bahngleise – und zwar von Hennigsdorf, über Berlin-Tegel zum Nord-

kreuz/Berlin-Gesundbrunnen geführt werden, da ein S-Bahn-Betrieb auf der „Stummel-

strecke“(von lediglich 7 Stationen: Berlin-Schönholz/Hennigsdorf) im Betrieb/in der Unter-

haltung zu teuer (Prof.Höft) ist und sich daher für die Deutsche Bahn nicht rechnet (der Börsengang  des DB-Konzerns ist noch nicht ad acta gelegt!). 

Kopfschütteln und Frust allerdings löst eine Aussage darüber aus, dass die Veltener Bürger spät abends und auch nachts, auch an den Wochenenden mit der S-Bahn wunderbar nach Velten gelangen, hingegen der RE6 und die RB55 diesen Vorzug nicht aufweisen könnten.

Sollten dann die Einwohner Velten-entfernter Orte, bei ihm in der Stadt Velten übernachten? 

Optimal wäre es, wenn der RE6 auch nachts (evtl. im 1-Stunden-Takt – ohne nächtlicher Betriebspause – direkt auf den S-Bahn-Gleisen nach Berlin-Gesundbrunnen/Nordkreuz (und retour) fahren würde, da ein ZWEITES GLEIS von Berlin-Tegel (das sog. Franzosengleis =

für die damaligen französischen Militärzüge aus Strasbourg/France  nach Berlin-Tegel/ehem.

franz.Sektor Berlin-Reinickendorf) zum Nordkreuz/Gesundbrunnen, nach wie vor vorhanden

ist. (Allerdings dieses Gleis „ertüchtigt“, instand gesetzt werden muss).

Lediglich müsste ein zweigleisiger Ausbau zwischen Hennigsdorf und Berlin-Tegel erfolgen. 

Die momentane Außenring-Umfahrung des RE6 über Falkensee, Berlin-Spandau (bislang

Endpunkt der Linie), Jungfernheide, Charlottenburg(?), nach Berlin-Gesundbrunnen, stellt

keine attraktive Verbindung (ca. 45 Min.) dar, wobei die evtl. andere RE6-Zeit-Alternative über Hennigsdorf/Tegel/Gesundbrunnen, NUR ca. 15 Minuten beträgt. 

Zusammenfassend möchte ich allen  Einwohnern  der Umlandgemeinden (Oberhavel, Havel-

land, der Stadt Kremmen empfehlen, sich der NEURUPPINER ERKLÄRUNG (Ende Juni 2010) anzuschließen (Unterschriftenlisten!), worin seinerzeit stand: – Zitat-Anfang/OR GENERAL vom 25.08.2010:

„In einem Appell, der Ende Juni 2010 in der Fontanestadt beschlossen wurde, wird die Landesregierung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der RE6 künftig bis nach Berlin-

Gesundbrunnen und damit ins Stadtzentrum fährt. Die Idee, die S 25 bis Velten zu verlängern,

wird als vorgreifende Einzelentscheidung beschrieben, die zwar ein Imagegewinn für Velten

bringe, aber die gesamte Bahnstruktur im Nordwesten Brandenburgs gefährde.

Die Regionalbahn sei, so heißt es weiter, im Metropolenraum Berlin-Brandenburg dem S-Bahn-System um ein VIELFACHES ÜBERLEGEN.“ Zitat-Ende.

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