Neues aus Birkenwerder - von Rolf Kaiser

29.09.22

Die Fichteallee führt über die neue Autobahnbrücke von Birkenwerder zum Ortsteil Briese. Diese Brücke einschließlich der Zufahrtsrampen auf beiden Seiten ist eine Mahnbrücke oder anders gesagt eine verkehrspädagogische Maßnahme der Straßenverkehrsbehörde. Sie mahnt alle Verkehrsteilnehmer zum Gemeinsinn. Das ist höchst lobenswert. Alle Verkehrsteilnehmer sind nämlich gehalten aufeinander oder miteinander Rücksicht zu üben. Denn auf ihr teilen sich Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Kinder, Erwachsene und Autos und LKWs den unmarkierten Asphalt. Die neu gesetzten Seitenplanken erleichtern das Ausweichen mit einer Flanke über die Planke im äußerst unwahrscheinlichen Fall einer drohenden Kollision.

Über diese Brücke führt außerdem der Fernradweg Berlin-Kopenhagen. Dieser Radweg weist auf der Fichteallee eine Eigentümlichkeit auf. Es gibt im Verlauf dieses Radwegs nämlich eine Stelle, wo etwas fehlt, eine sog. Lücke. Dies fiel im Ort an verantwortlicher Stelle auf. Da die allgemeine Radverkehrsordnung grundsätzlich verlangt Lücken zu schließen, entstand Handlungsbedarf. Die Brücke konnte als Lücke nicht geschlossen werden, also musste ein neuer Lückenschluss her. Die vorhandene Straße kam dafür nicht in Frage, sie ist im Verlauf lückenlos. So kam es zur glorreichen Idee, neben der vorhandenen Straße eine Lücke als Schneise in den Wald zu schlagen. So entstünde eine Lücke im Wald, die dann wieder mit einem asphaltierten Radweg geschlossen werden könnte. Ein perfekter Lückenschluss! Leider bleibt bis heute unklar, wo der geplante Lückenschluss anfängt und endet und wie es danach radmäßig vom Briesekrug nach Borgsdorf oder nach Summt weitergeht.

Die Stoßfängerteststrecke für PKW von Briese nach Summt soll mit Fördergeldern als Fahrradstraße eingerichtet werden. Die beteiligten Kommunen Birkenwerder, Borgsdorf, Bergfelde und Summt haben der Gemeinde Birkenwerder die Planung übertragen. Leider sind fast alle maßgeblichen Stellen in der Verwaltung von Birkenwerder nicht besetzt.Birkenwerder kann nicht planen.

Dieser Personalmangel hat leider auch dazu geführt, dass der mit Mehrheit in der Gemeindeversammlung 2020 gefasste Beschluss, als Kommune die Mitgliedschaft bei Transparency Deutschland zu beantragen, bis heute nicht umgesetzt wurde. Ist ja auch nicht so schlimm, wir hatten ja in Birkenwerder nie ein Problem mit Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung oder ähnlich korruptem Quatsch.

Er wäre doch so schön geworden, der neue erbaute Bildungscampus im alten Fließgebiet der Briese neben der Hauptstraße unweit der Feuerwehr?
Kein Fördergeld, kein Bildungscampus, aber tolle Pläne und kostenpflichtige Planungen.
Warten wir nicht auf Godot, sondern die nächsten drei Jahre, dann wird alles wieder gut.

Wann wird im Neuen Krugsteig gebaut?
Gute Frage, weiter.

Wie soll das neue Wohngebiet Havelstraße aussehen und wie ist der Stand der Dinge?
Gute Frage, weiter.

Gibt es Ersatz für die abgebrannte Halle beim nicht elitären auch für Hartz IV empfängliche Mitglieder für Motorwassersportclub Birkenwerder und wer zahlt letztlich die Sanierungskosten für den verseuchten Boden nach dem Brand?
Gute Frage, weiter.

Hat die Gemeinde ein Kulturkonzept?
Was soll z.B. langfristig mit dem sanierungsbedürftigen Clara-Zetkin Haus, dem Garten, der Bibliothek, der Galerie 47, den Kammermusikfreunden und der Kulturpumpe passieren?
Gute Frage, weiter.

Warum verringert die Gemeindeversammlung in der neuen ordnungsbehördlichen Verordnung die Anzahl der beantragten 30 Feuerwerke auf nur 20 im Jahr?
Wäre es nicht eine fundamentale Verbesserung der Lebensqualität im Ort sich ganzjährig an jedem Wochenende an einem oder gleich mehreren Feuerwerken ergötzen zu dürfen?
Insbesondere Hörgeschädigte und Kleinkinder wären unendlich dankbar.
Gute Frage, weiter.

Warum dürfen Badegäste im Sommer im Briesesee ertrinken, aber nicht im Winter, weil dann das Betreten der Eisfläche verboten ist? So die neue ordnungsbehördliche Verordnung.
Gute Frage, weiter.

Warum dürfen die Straßenlampen noch immer die Vorgärten, Hausfassaden und den Nachthimmel erhellen, weil die falschen Lampen ausgesucht wurden und eine Nachtabsenkung der Leuchtkörper
angeblich nicht möglich sei?
Gute Frage, weiter.

Wann gibt es endlich Kletterkurse für Fußgänger und Radfahrer, um zu lernen, wie die höher gelegte Brücke am Wensickendorfer Weg über die lärmgeschützte Autobahn zu erklimmen ist?

So viele Fragen, so wenig Antworten.

Es gibt nichts Neues aus Birkenwerder!

R.K. 9/22

Kategorie

Birkenwerder Politik Verkehr

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