28.06.22 –
Die IHK Potsdam ruft dazu auf, die Diskussion zum geplanten Bau der B96 zu versachlichen. Wir Bündnisgrüne schließen uns diesem Appell an und rufen die IHK auf, mit gutem Beispiel voran zugehen und folgende Aussagen zu korrigieren:
Die IHK bezeichnet die Kritiker der gegenwärtigen B96-Planung als „Ausbaugegner“.
Die IHK behauptet, der gesamte Ausbau bis zur A20 in Mecklenburg-Vorpommern sei im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingestuft.
Die IHK behauptet, die aktuelle Ausbausituation der B96 werde ihrer Funktion als Seehafen-
Hinterlandanbindung im europäischen Fernstraßennetz nicht gerecht.
Wir fordern die IHK-Potsdam auf, sich mit den Alternativen zu einem vollständigen Neubau der B 96 auseinanderzusetzen und den Verkehr auch transportmittelübergreifend zu betrachten. Eine Taktverdichtung auf dem RE 5 zu einem 30-Minuten-Takt kann dabei helfen, dass Menschen in Oberhavel häufiger die Bahn benutzen und so zu einer Reduzierung der Verkehrsdichte auf der B 96 beitragen. Zu Zeiten des Klimanotstandes ist das die eindeutig bessere und sparsamere Lösung.
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