Schmalspurnaturschutz in Oberhavel

Intensivlandwirtschaft wird mit kosmetischen Auflagen zugelassen

Auf unsere Anfrage zu den möglichen Auswirkungen einer massiven Ausweitung des Spargelanbaus unter Folie in direkter Nachbarschaft eines EU-Vogelschutzgebietes nordwestlich von Gransee bekamen wir eine ernüchternde Antwort:

Untersuchungen über die Beeinträchtigung der Vogelwelt im Havelland wurden nicht berücksichtigt, da entsprechende Untersuchungen für Oberhavel fehlen. Dennoch gab es Auflagen der unteren Naturschutzbehörde: Ein Grünstreifen ist frei zuhalten und die Umwandlung einer Wiese zu Acker solle wieder rückgängig gemacht werden. Allerdings sind die Grünstreifen beim Spargelanbau technisch bedingt sowieso nicht zu vermeiden und das Umbrechen der Wiese war sowieso rechtswidrig und hätte von der unteren Naturschutzbehörde im Landkreis nicht geduldet werden dürfen.

Die Kreisverwaltung Oberhavel erweist sich auch hier wieder als Anwalt der industriellen Landwirtschaft und nicht als Bewahrer unseres natürlichen Erbes und der ländlichen Räume. Diese falsche Politik trägt auch dazu bei, die ländlichen Regionen immer unattraktiver zu machen. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn es dort immer weniger Menschen hin zieht und Arbeitsplätze immer weniger werden.

Thomas von Gizycki
Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kreistag Oberhavel

 

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