Ein undurchführbares "Konzept" und BetreuerInnen, die „verbrannt" werden

05.07.15 – von Jörg Ditt –

Das sogenannte Konzept der Verwaltung für Internetzimmer in den Gemeinschaftsunterkünften sowie der WLAN-Testbetrieb in Lehnitz sind inakzeptabel und undurchführbar. Ganz "nebenbei" werden die BetreuerInnen hier in vorhersehbaren Konflikten "verbrannt". Geplant ist ein Internetzimmer mit einem (!) PC in jeder Unterkunft. Das ist schlicht ein Witz.

Bemerkenswert ist auch die folgende Aussage: „Die BetreuerInnen vor Ort werden für die Organisation verantwortlich sein. Damit werden die BetreuerInnen in völlig unnötige Konflikte hineingezogen. Wertvolle personelle Ressourcen werden verschwendet. Ein PC für weit über 500 Bewohner (wie in Hennigsdorf)! Jede(r)m muss doch schon im Ansatz klar sein, dass diese Problematik in keiner - wie auch immer gearteten - Konstellation lösbar ist. Selbst wenn - wie angekündigt - bei Bedarf ein oder zwei weitere PCs hinzugestellt werden, ist das völlig unzureichend.

Vergleichbares gilt für die Planung, Gebühren für den WLAN-Anschluss zu verlangen. Die vorgelegte Kostenschätzung ist zu hoch, undurchsichtig und bedarf weiterer Erläuterungen.

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten haben ein elementares Interesse, den Kontakt in die Heimat aufrecht zu halten, um sich über den Verbleib und das Befinden der Menschen zu erkundigen, die sie zurücklassen mussten.

Stand jetzt ist geplant, von den Flüchtlingen für eine WLAN-Anbindung eine Gebühr zu erheben. Dies von Menschen zu verlangen, welche ohnehin so gut wie keine finanziellen Möglichkeiten haben, ist unzumutbar. Wir sollten den Flüchtlingen – welche ohnehin durch die Heimunterbringung stark belastet sind - einen kleinen Schritt zu einer Normalität ermöglichen, die wir schon gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Nämlich jederzeit mit der Familie oder Menschen, die einem was bedeuten, in Kontakt treten zu können.

Wir werden weiter dafür kämpfen, dass in jeder Gemeinschaftsunterkunft ein WLAN-Netz angeboten wird. Ein kostenloses WLAN für Flüchtlinge bleibt die einzige Alternative.

Jörg Ditt - Sprecher der GRÜNEN in Oberhavel

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Flüchtlinge | Pressemitteilung

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