Bündnis90/Die Grünen, Briesetalverein und Bürgerbündnis empfehlen bei der Wahl am Sonntag mit „NEIN“ zu stimmen.

25.01.11

Der Birkenwerder Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen empfiehlt zusammen mit dem Bürgerbündnis und dem Briesetalverein, am kommenden Sonntag bei der Abstimmung über eine Badestelle am Boddensee mit „Nein“ zu stimmen. Der Vorsitzende der gemeinsamen Fraktion in der Gemeindevertretung, Dr. Bernd Gräber, begründet diesen Schritt:

„Über Monate wurde den Bürgerinnen und Bürgern in Birkenwerder erklärt, dass den Behörden Wasserproben vorliegen, die die Unbedenklichkeit des Wassers im Boddensee bescheinigen. Mittlerweile ist klar, dass es diese Wasserproben nicht gibt. Auch die Gemeinde hat keine Informationen über den Zustand des Wassers. Nach den vorliegenden Informationen des Gesundheitsministeriums müssen wir uns Sorgen um die Gesundheit aller machen, die in diesem See baden. Auch die Gemeinde plant keine Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität oder zur Entfernung scharfer Gegenstände, die auf
dem trüben Seegrund vermutet werden.“

Thor Alexander Dahn, grünes Mitglied im Finanzausschuss der Gemeinde, ergänzt:
„Es muss vor einer Abstimmung doch klar sein, welche Kosten die Maßnahmen verursachen – auch langfristig. Aussagen über die Betriebskosten liegen nicht vor. Die geschätzten Investitionskosten in Höhe von 70 Tsd. € wurden dem Finanzausschuss nicht erläutert.

Es geht auch nicht, dass aufgrund der Gefahrenlage Baden nur auf eigene Gefahr möglich sein soll, wohlwissend, dass ein Badeverbot vermutlich nur nicht ausgesprochen wird, weil bisher niemand das Wasser im Boddensee überprüft. Eine solche Badestelle kann nicht für Kinder und Jugendliche gedacht sein. Eltern vertrauen darauf, dass eine offizielle Badestelle, die von der Gemeinde für Kinder und Jugendliche eingerichtet wird, von diesen auch gefahrlos genutzt werden kann. Die Verantwortung
darf man nicht auf die Eltern und schon gar nicht auf die Kinder abladen!“

„Wir sind nicht gegen Baden oder Badestellen. Aber der Boddensee ist einfach ungeeignet. Die Einrichtung einer Badestelle an diesem See wäre entweder Geldverschwendung, wenn sie gleich wieder geschlossen wird – oder eine Gefahr für alle Badegäste, wenn dies unterlassen wird“, erklärt Dr. Gräber. Die Bündnisgrünen, der Briesetalverein und das Bürgerbündnis bieten eine Alternative zum Anliegen des Bürgerbegehren.

„Wir setzen uns schon seit Monaten für die Erstellung eines Schutz- und Nutzungskonzepts für den Boddensee ein. Darin soll erarbeitet werden, wie wir den See umweltverträglich nutzen können und ihn gleichzeitig nachhaltig schützen. Vorstellbar wäre zum Beispiel ein kleiner Park auf der Gemeindewiese in Verbindung mit geschützten Uferbereichen. Wir freuen uns über jeden, der dieses Konzept unterstützt.“

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